Workspace-Management

Heiko Gloge, Managing Director und Partner bei IGEL Technology im Gespräch mit TREND REPORT.

 

Herr Gloge, wie verstehen Sie „Green IT“ im Kontext der digitalen Transformation?
Green-IT definiert sich zum einen über die Hardware, indem die gesamte Prozesskette von der Rohstoffgewinnung, über die Produktion, die Distribution, die Nutzungszeit bis hin zum Recycling permanent durch neue Technologien und Verfahren optimiert und dabei Ressourcen geschont werden. Zum anderen über Intelligente Software, die dazu beiträgt komplexe Prozesse und Infrastrukturen zu vereinfachen, die Sicherheit zu erhöhen und die Effizienz zu steigern.
Im Wesentlichen ist daran nichts neu, auch die digitale Transformation gibt es seit dem Einsatz von IT. Allerdings haben die Entwicklung neuer Technologien und die Vernetzung von Informationen beziehungsweise Wissen enorm zugenommen, was für alle zu spürbaren gesellschaftlichen Veränderungen führt.

 

Wie definieren Sie Ihre Hauptaufgabe oder Hauptherausforderung im Unternehmen?
Die globalen Märkte entwickeln und verändern sich rasant. Die unternehmerische Herausforderung besteht darin, sich permanent diesen Prozessen anzupassen und den Kundenwünschen gerecht zu werden. Bei allen Veränderungen muss für uns das Thema der Nachhaltigkeit auch weiterhin im Vordergrund unserer täglichen Arbeit stehen. Das ist nur mit hoch motivierten Mitarbeitern, die sich mit Ihrem Unternehmen identifizieren, möglich.

 

Werden wir in Zukunft nur noch „Thin Clients“ am Arbeitsplatz benötigen?
Das wäre aus meiner Sicht – und der meiner Industrie-Kollegen – natürlich eine absolut wünschenswerte Idealsituation. Wenn sich zukünftig alle Programme, Daten und die gesamte Rechenleistung im Rechenzentrum befindet, warum sollten Unternehmen dann immer noch hochgerüstete Desktops mit überflüssigen Speichern benötigen, obwohl dort lediglich ein Browser oder ein Client-Programm zur Verbindung ins Rechenzentrum gestartet wird?
Es gibt umfangreiche Studien die belegen, dass Thin Clients und deren Management-Software, die IT-Kosten deutlich senken und gleichermaßen die IT-Sicherheit und Verfügbarkeit erhöhen.

 

Wieviel Energie / Kosten lassen sich beim konsequenten Einsatz einsparen?

Man darf nicht dem Glauben verfallen, dass es hierauf eine eindeutige Antwort gibt. Es ist von Unternehmen zu Unternehmen individuell zu betrachten. Bei konsequenter Anwendung der Thin Client-Management-Software liegt die Einsparung unserer Erfahrung nach zwischen 25% bis 70%. Zahlreiche Anwenderberichte und Referenz-Installationen bestätigen diese Zahlen.

 

Welche IT-Infrastruktur braucht es um mit „Thin Clients“ zu arbeiten?
Idealtypisch sind Cloud-basierte und virtuelle Desktop-Infrastrukturen. Die Protokolle der Branchenführer wie Microsoft, Cisco, Citrix und VMware sind in jedem guten Thin Client integriert, und werden sicher auch zukünftig die treibenden Technologien unserer Industrie sein. Allerdings gibt es auch noch etliche andere Einsatzgebiete, in denen Thin Clients zum Einsatz kommen: klassische Mainframe-Arbeitsplätze, Kiosk-Systeme, Infoterminals, Einbau in Maschinen und Fahrzeugen oder Entertainment-Systeme zum Beispiel in Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen.

 

Klein, kleiner am kleinsten: Wie wird sich der „Thin Client“ in Zukunft entwickeln?
Der Thin Client definiert sich nicht über die Größe, auch wenn ein Verbrauch von zwei Watt heute durchaus möglich ist. Aber das ist in den seltensten Fällen die Realität. Auch Thin Clients kommen nicht ohne Schnittstellen aus, um Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner, Barcode-Readeroder und spezielle Ein- und Ausgabegeräte zu unterstützen. Die Schnittstellen und die CPU definieren die Größe, die Stromspannung und die thermischen Gehäuse-Bedingungen eines Thin Clients und damit dessen nachhaltigen Einsatz.
Viel wichtiger als die Hardware ist jedoch die Thin Client-Software und dessen umfangreiche Software Management Suite. Im Idealfall erhält der Kunde eine voll umfassende Desktop-Lösung, die es ermöglicht all seine unterschiedlichen Geräte wie Thin Clients, PCs und Notebooks mit einer einheitlichen Thin Client Software zu bespielen und anschließend zentral in seiner Infrastruktur zu verwalten. Im Prinzip erhält der Kunde sein eigenes „Desktop Eco-System“ mit der Zusage, auch noch in Jahren seine Software-Updates einspielen zu können. Wir nennen das „Managed Workspace“.

 

Herr Gloge, vielen Dank für das Gespräch!

IGEL Technology

 

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