Sven Guhr, Senior Manager Big Data & Analytics,  Simon Oberle, Manager Digital Banking und Mustafa Carvus, IT-Architekt bei Sopra Steria informieren über Robo-Advisors und das Potenzial kognitiver Systeme.

 

Wie intelligent sind Robo Advisor und wie können sie intelligenter werden?

 

Sven Guhr, Senior Manager Big Data & Analytics

Bisher erstreckt sich die Intelligenz der Robo Advisors im Wesentlichen auf Algorithmen, die aus strukturierten Kundenangaben wie Alter, Vermögenslage und Risikoneigung ein typisiertes Anlageportfolio zusammenstellen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz kann sich der Robo Advisor zu einem alltagsbegleitenden Finanzberater weiterentwickeln, der seine Beratungserfahrung stetig ausbaut, den Kunden immer besser kennenlernt und in der Lage ist, Finanzdienstleistungen individuell und proaktiv steuern.

 

 

Wie wird sich durch die Blockchain-Technologie die Bankenlandschaft verändern?

 

Mustafa Cavus, 657480, Sopra Steria GmbH
Mustafa Cavus, IT-Architekt

Mittelfristig ist nicht mit einer Änderung der Bankenlandschaft zu rechnen, da wichtige Fragen wie rechtliche Rahmenbedingungen – z.B. Haftbarkeit – oder Standardisierung für die Blockchain-Technologie offen sind. Langfristig werden diese Hürden aber genommen und die Rolle der Banken wird sich ändern, so dass sie als Blockchain-Betreiber oder als Dienstleister in einem Blockchain-Netzwerk agieren werden. Je früher sich eine Bank mit der Technologie und dem strukturellen Wandel befasst, desto größer ist die Chance, Teil der zukünftigen Finanzwelt zu sein.

 

 

Sollte Bill Gates doch Recht behalten mit dem Slogan „We need banking no banks“?

 

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Simon Oberle, Manager Digital Banking

Der Druck auf Banken ist groß. Wir haben in unserer Studie „Bankberatung der Zukunft“, die befragt, auf die es ankommt: Die Kunden. 16 Prozent der 18- bis 34-Jährigen wären bereit, Konten bei Google oder Facebook zu führen.
Ein Konto bei FinTechs können sich 20 Prozent vorstellen.
Das zeigt klar, dass Banken ihre Produkte und Services weiterentwickeln müssen, um wertvolle Kundengruppen zu binden.
Dann heißt es in Zukunft: “Banking is necessary and my bank is valuable for me”.

 

 

Sven Guhr: Gefragt sind Finanzdienstleistungen, die den Kunden einen echten Mehrwert bieten. Die Erwartungen und Möglichkeiten sind im Zuge der Digitalisierung in den letzten Jahren enorm gestiegen. Das ist jedoch kein Abgesang auf die Banken. Vielmehr müssen traditionelle Banken ihr Angebot konsequent an diesen neuen Kundenerwartungen ausrichten und die technischen Voraussetzung schaffen, um dies bereitstellen zu können. Je länger das dauert, umso mehr Rosinen picken sich neue Anbieter aus dem Finanzdienstleistungskuchen.

Was müssen Banken jetzt tun um wettbewerbsfähig zu bleiben?

Simon Oberle: Banken müssen die eigenen Bankdienstleistung attraktiv gestalten und die Anforderungen der Digitalisierung umsetzen. Dazu müssen Banken anfangen, wirkliche Mehrwerte zu bieten. Meine Bank kennt mein Gehalt, meine Ausgaben und meine aktuellen Mietzahlungen. Warum schlägt sie mir nicht aktiv Immobilien vor, die ich mir damit leisten kann?
Dies ist nur eines von vielen Beispielen wie Banken ihren Kunden mit Hilfe der Digitalisierung wertvolle Impulse liefern können.

 

Sehr geehrte Herren, vielen Dank für dieses Gespräch!

 

Weitere Informationen: Sopra Steria

Lizenz Aufmacherbild: GettyImages

Weitere Bildlizenzen: Sopra Steria GmbH

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