Schöne neue Arbeitswelt

Marina Treude, Stategy Lead SMB Office 365 bei Microsoft Deutschland sprach mit der TREND REPORT Redaktion über Bildung, Innovationsfreude und agile Unternehmen.

1.) Frau Treude, was muss im Kontext der Bildung getan werden um die digitale Transformation erfolgreich zu meistern?

Mit unterschiedlichen Initiativen wie Code your Life, Schlaumäuse oder Partners in Learning engagieren wir uns bei Microsoft seit mehr als zehn Jahren intensiv im Bereich der digitalen Bildung.
Unter dem Motto #besserlernen haben wir zudem im Herbst 2015 gemeinsam mit Partnern aus Politik und Wirtschaft zu einem Pakt für Digitale Bildung aufgerufen und starten in diesen Tagen die Debattenplattform www.digitaler-Bildungspakt.de.Unser Credo: In einer digitalisierten Wirtschaft die viele neue Berufe hervorbringt, müssen die Menschen ausbildungs- und arbeitsfähig sein, damit sie diese Berufe auch ausüben können.

2.) Was können heute tradierte Konzerne von Start-ups lernen?
Agilität: Hierarchien oder ein autoritärer Führungsstil, wie man ihn heute noch in vielen tradierten Konzernen antrifft, sollten endlich der Vergangenheit angehören. Ein weiterer Aspekt, den tradierte Unternehmen von Start-ups lernen können ist natürlich die Innovationsfreude. Innovationen kommen fast immer von außen, weshalb es gilt offen für neue Imulse zu bleiben.  Zuletzt fehlt tradierten Unternehmen oft der Mut zum Scheitern. Trail and Error sind Teil der Start-up-Kultur. Fehlschläge sind nur dann frustrierend, wenn man sie nicht einkalkuliert.

3.) Wieviel Demokratie verlangt die agile Unternehmenskultur?
Zu den agilen Methoden der Unternehmenskultur gehören flexibles Arbeiten, flache Hierarchien und eigenverantwortliche handelnde Mitarbeiter. Kants Leitspruch der Aufklärung trifft es hier ganz gut: „Sapereaude, habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Dazu müssen sich die Mitarbeiter im Team sicher und wertgeschätzt fühlen.

4.) Wie würden Sie den Begriff Unternehmensbürger definieren und was hat es damit auf sich?
Soweit ich weiß, hat der ehemalige Telekom-Manager Thomas Sattelberger diesen Begriff vor zwei Jahren geprägt. Ihm geht es ebenfalls um die Mündigkeit der Mitarbeiter, gegenseitigen Respekt, Loyalität aber auch um das starke Bedürfnis nach Sinn. Mitarbeiter fragen sich heute mehr denn je, was ihr Unternehmen Nützliches macht und worauf sie als Teil dieses Unternehmens stolz sein können, also wie Arbeit ihr Leben erfüllt.

 

Frau Treude, vielen Dank für das Gespräch!

Microsoft Deutschland

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