Industrie 4.0 braucht eine neue Sicherheitskultur!

TREND REPORT im Dialog mit Anton Kreuzer, Vice President CEE von HEAT Software

 

Herr Kreuzer, welche neuen Bedrohungspotentiale kommen mit dem IoT auf uns zu?

IoT und die als Industrie 4.0 bezeichnete Anwendung des Konzepts auf die Fertigungsindustrie gelten längst als Game Changer. Damit einher geht die fortschreitende Digitalisierung von Produktionsketten und die intelligente Vernetzung von Menschen, Maschinen und Geschäftsprozessen. In der Fabrik von morgen werden smarte Maschinen und Anlagen selbst Nachschub ordern, Wartungstechniker herbeirufen oder mit der Logistik kommunizieren. Für Unternehmen bedeutet das großes Potential für eine effizientere Nutzung von Ressourcen und die Optimierung von Wertschöpfungsketten.

Anton Kreuzer_HEAT Software_Porträt
Anton Kreuzer Vice President CEE von HEAT Software

Die durchgreifende Digitalisierung birgt aber auch Risiken und stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Maschinen, Steuerungen und Systemkomponenten bilden ein potentielles Ziel für Cyberangriffe. Malware-Attacken wie Stuxnet, Duqu und Flame haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Viren und Trojaner dabei längst nicht die einzige Bedrohung für industrielle Kontrollsysteme darstellen.Produktionsausfälle sind teuer und haben für Firmen mitunter schwerwiegende Folgen. Noch bedrohlichere Szenarien zeichnen sich ab, wenn die Steuerung kritischer Infrastrukturen oder öffentliche Versorgungssysteme in den Fokus geraten.
 
 
Brauchen wir dann eine neue Sicherheitskultur?
 
Effektiver Schutz kann heutzutage nur auf der Basis neuester Sicherheitsstandards und Technologien erfolgen. Ebenso entscheidend ist eine ganzheitliche Strategie. Um der Manipulation von Steuerungsprogrammen, Industriespionage und Produktpiraterie einen Riegel vorzuschieben, müssen Security-Lösungen Netzwerk übergreifend aufgesetzt werden und die gesamte Produktionskette abdecken.Viele Betriebe hinken hier noch hinterher. Zwar wird der Pool an Rechnern und mobilen Endgeräten regelmäßig mit neuesten Patches und Sicherheitsupdates bespielt, aber Maschinen und Steuerungsanlagen sind dagegen oft unzureichend geschützt. Hier müssen Produzenten umdenken, sonst können die Verheißungen von Industrie 4.0. sehr schnell zum Albtraum werden.
 
 
Was muss konkret getan werden?
 
Viele Betriebe verwenden eine ganze Reihe von Sicherheitslösungen. Oft greifen die einzelnen Tools aber nicht wirklich ineinander und es entsteht ein Flickenteppich aus Einzellösungen. Potentielle Schwachstellen und ein zeit- und kostenintensives Management sind die Folge. Demgegenüber bieten ganzheitliche Industrial-Security-Lösungen den Betrieben die Möglichkeit, sowohl Endgeräte als auch die Produktionsinfrastruktur übergreifend zu schützen. Unified-Endpoint-Management-Lösungen wie die von HEAT Software kombinieren traditionelles Client und Life Cycle Management mit Funktionen für Endpoint Security und Mobile Device Management. Unternehmen erhalten dadurch eine integrierte Komplettlösung, mit der sie alle vorhandenen Endgeräte, Maschinen und Steuerungssysteme über eine zentrale Plattform sichern und verwalten können.

 

Vielen Dank für das Gespäch Herr Kreuzer!

HEAT Software

Personenfoto / Bildquelle  / Lizenz: Copyright HEAT Software

Aufmacherbild:

IAI_ Inauguration of the F-35 Wing Produ“ (CC BY-SA 2.0) by  U.S. Embassy Tel Aviv 

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